Von Natur aus dünn, von mir aus. Aber Magersucht als "Qualifikationskriterium", das finde ich absolut daneben. Magersucht ist eine psychische Krankheit, als nächstes sucht einer eine Schizophrene, weil man da "mehrere Frauen für den Preis von einer bekommt", oder wie?
Nochmal zum mitlesen, ich wähle bewusst Wikipedia als Quelle, weil da nicht im üblichen Medizinerjargon geschrieben wird und es somit auch der hinterletzte Schulabbrecher versteht:
Zitat:
Symptome
Das Kennzeichen der Anorexia nervosa ist die selbst herbeigeführte Gewichtsabnahme, die durch Verminderung der Nahrungsaufnahme erreicht wird, wobei besonders Nahrungsmittel, die als „fett machend“ angesehen werden, weggelassen werden. Es gibt auch einen der Bulimia nervosa ähnlichen „Purging-Typ“ der Anorexia nervosa (engl.: to purge = entschlacken). Die an diesem Typ Erkrankten beschleunigen ihre Gewichtsabnahme durch selbst ausgelöstes Erbrechen, missbräuchliche Einnahme von Appetitzüglern, Laxantien (Abführmitteln) oder Diuretika, Verwendung von Klistieren oder exzessive sportliche Betätigung.
Das Hauptunterscheidungsmerkmal (Differentialdiagnose) zur Bulimia nervosa ist das Körpergewicht. Eine Anorexia nervosa wird diagnostiziert, wenn ein selbst herbeigeführtes Untergewicht besteht und der Body-Mass-Index unter 17,5 liegt. Dieses Untergewicht ist für u. a. hormonelle Störungen verantwortlich.
Die Gedanken der Kranken sind eingeengt und kreisen stets um die Themen Ernährung, Gewicht und Körperschema.
„Die anorektische Frau lehnt das Essen ab und beschäftigt sich doch mehr damit als die meisten Gourmets. […] Sie lehnt ihren Körper ab, konzentriert sich jedoch in all ihrem Denken und Handeln auf ihn. […] Sie will selbstständig und unabhängig sein, verhält sich jedoch so, dass ihre Interaktionspartner sie nahezu zwangsläufig kontrollieren.“
– Alexa Franke: Wege aus dem goldenen Käfig – Anorexie verstehen und behandeln.
Die Kranken sind sehr kälteempfindlich und ihre Körpertemperatur kann erniedrigt sein, weil der Körper den Stoffwechsel herunterfährt und das wärmedämmende subkutane Körperfett fehlt. Weitere Symptome sind Schwindelgefühle und Ohnmachtsanfälle. Weiters kann es zu trockener Haut und zum Wachsen von Lanugohaaren an Rücken, Armen und Gesicht kommen.
Bei Frauen bleibt die Periode aus (Amenorrhoe). Insofern die Antibabypillen eingenommen wird, ist dieses Merkmal durch die monatlich einsetzende Blutung überdeckt. Die in der „Pille“ enthaltenen Hormone regulieren jedoch nicht den gesamten, durch das Untergewicht gestörten, Hormonhaushalt.
Beginnt die Krankheit vor der Pubertät, endet das Größenwachstum vorzeitig und die Geschlechtsreife tritt nicht oder nur verzögert (Pubertas tarda) ein: Bei Mädchen entwickelt sich die weibliche Brust dann nicht, bei Jungen bleibt die Entwicklung der Hoden und des Penis aus.
Körperliche Folgen
Die Magersucht ist eine schwere, unter Umständen tödliche Erkrankung. Das extreme Untergewicht verursacht körperliche Folgen:
Herz: verlangsamter Herzschlag, niedriger Blutdruck, Veränderungen bei der Erregung des Herzmuskels (besonders: verlängertes QT-Intervall) und Herzrhythmusstörungen, woraus ein plötzlicher Herztod folgen kann.
Blut: Störungen der Elektrolyte (besonders gefährlich: Hypokaliämie mit Herzrhythmusstörungen), Unterzuckerung, Blutarmut, Leukozytopenie und Thrombozytopenie.
Hormone: niedrige Konzentrationen von Geschlechtshormonen (LH, FSH, Östrogen), dadurch: Amenorrhoe, Unfruchtbarkeit, mitunter Ausbleiben des Brustwachstums bei Frauen. Verlust von Libido und Potenz bei Männern. Niedrige Konzentration von Schilddrüsenhormonen. Leicht erhöhte Konzentration von Glukokortikoiden.
Knochen: Osteoporose mit erhöhtem Risiko einer Fraktur
(falls häufiges Erbrechen) Zähne: Erosionen durch Magensäure, Karies.
Organe: Darmträgheit und chronische Verstopfung, Magenkrämpfe, Übelkeit, Nierenversagen, Blasenschwäche (Inkontinenz).
Bis zu 15 % der Erkrankten sterben – entweder durch Komplikationen wie Herzstillstand oder Infektionen, oder aber durch Selbstmord. Ein Teil der überlebenden Patienten leidet zeitlebens an Langzeitfolgen wie Osteoporose oder Niereninsuffizienz.
Aber hauptsache so dünn wie möglich sein, nicht wahr? Es ist ungesund für eine Frau, nicht einen gewissen Mindestanteil an Fett am Körper zu haben, sogar für die, die von Natur aus so sind. Zuviel Fett ist genauso ungesund und hat oft ähnliche Auswirkungen. Jede Magersüchtige hat ein Problem mit ihrem Körper, auch wenn sie, aus welchen Gründen auch immer, zum Verkauf anbietet.