In letzter Zeit mache ich mir wieder öfters Gedanken darüber, wie Frauen sexuell so ticken. Ich spreche hier nicht von irgendwelchen WGs aus dem Osten, sondern von ganz normalen Schweizerinnen so zwischen 30 - 40 Jahren.
Ich hatte das Glück dass meine erste richtige Freundin sexuell sehr aufgeschlossen und experimentierfreudig war. Mit ihr war es wirklich geil. Leider ist die Beziehung nach ein paar Jahren in die Brüche gegangen. Keine Frau in einer späteren Beziehung konnte ihr in dieser Hinsicht das Wasser reichen. Meist war der Sex am Anfang zwar gut und auch abwechslungsreich, aber irgendwann, meist schon nach wenigen Monaten, stellte sich langsam aber sicher die Routine ein. Das lag jeweils sicher nicht nur an den Frauen, aber ich habe doch festgestellt, dass die meisten Frauen, mit denen ich bis jetzt zusammen war, zur sexuellen "Faulheit" neigten. Das heisst, sie liessen sich gerne bedienen, trugen aber selbst eher wenig zu einer gelungenen, abwechslungsreichen Sexualität bei.
Vor etwas mehr als 10 Jahren habe ich dann, zwischen zwei sexuell eher unbefriedigenden Beziehungen, angefangen, mehr oder weniger regelmässig WGs aufzusuchen. Zuerst fühlte ich mich wie im Schlaraffenland. Endlich war wieder richtig geiler Sex möglich. Nach ein paar Jahren fühlte ich mich aber auch im Puff nicht mehr wirklich befriedigt. Es war zwar schön, immer mal wieder eine heimliche, lüsterne Exkursion ins Rotlicht zu unternehmen; ich erlebte meine Paysex Abenteuer jedoch je länger je mehr als blosser Ersatz für eine sexuell befriedigende Beziehung. Leider hatte ich jedoch im "realen" Leben in dieser Hinsicht wenig Glück. In meinen letzten beiden Beziehungen war sexuell sehr schnell die Luft raus. Sobald ich im Bett mal etwas Neues ausprobieren wollte, das über "Blümchensex" hinaus ging, gab es Gezeter und Geschrei von wegen "das ist jetzt aber gar nicht mein Ding" oder "ich hätte nie von dir gedacht, dass du auf sowas stehst". Und dabei waren das eher harmlose Wünsche: Dinge, die die meisten WGs gerne und ohne mit der Wimper zu zucken tun. Nun, ich muss wohl nicht erwähnen, dass diese Beziehungen jeweils nur von kurzer Dauer waren...
Seit etwas mehr als einem Jahr bin ich wieder Single und lebe meine Sexualität nur noch mit mir selbst oder ab und zu mit einem WG aus. Das ist zwar ok, aber natürlich vermisse ich die Geborgenheit und den zwischenmenschlichen Austausch einer Partnerschaft schon. Ich würde mich gerne wieder mal so richtig verlieben! Langsam aber sicher zweifle ich jedoch daran, dass ich jemals wieder eine Frau treffe, die meine sexuelle Aufgeschlossenheit und Abenteuerlust teilt. Und ich muss ehrlich sagen, ich habe lieber keine Beziehung, als eine, in der es schon nach wenigen Monaten wieder stundenlange, mühsame Diskussionnen über den Sex gibt.
Würde mich interessieren, welche Erfahrungen ihr in dieser Hinsicht so gemacht habt.